Der britische Regisseur Johannes Roberts hielt zuletzt schon mit seinen
„47 Meters Down“ -Filmen dem kompromisslosen Tier-Horror die Stange, während sich der Rest Hollywoods nur noch mit ironischem Augenzwinkern dran traute (
„Cocaine Bear“ , „Sharknado“...). „Primate“ verzichtet auf blöde Sprüche und schlechte CGI-Effekte. Ja, das Kostüm muss man erst mal kurz akzeptieren, aber dann wirkt die Gefahr real statt computeranimiert.
Auch sonst macht Roberts viel richtig: Effektiv, wie er schon vor dem Vorspann klar macht, dass es hier derbe zur Sache geht. Routiniert, wie er die Geografie seines Schauplatzes einführt, damit man später immer kapiert, wer gerade wo in der Falle sitzt. Charmant, wie er ein paar hübsche „Halloween“-Referenzen platziert (bis hin zum Carpenter-esken Synthie-Soundtrack). Und erfrischend, wie er mit schlanker Laufzeit die Spannung zusammenhält. Okay… bitte kein Affenwortspiel aber: stark!